Allein die Sachlage, dass afghanische Flüchtlinge von diversen europäischen Staaten, so auch Deutschland, rücksichtslos nach Afghanistan deportiert werden, lässt Zweifel an allen vorgegeben humanitären Motiven des Kriegseinsatzes in Afghanistan aufkommen. Ihren möglichen Tod nimmt man in Kauf und will gleichzeitig dort die Menschenrechte schützen?
Köhler musste als Bundespräsident zurücktreten, weil er sinngemäß sagte, es wachse das Verständnis, dass man für freie Handelswege auch Kriege führen müsse. Er sagte dies unter den Eindrücken seines Afghanistan-Besuches stehend, hat dann aber angeblich die Piraterie in Somalia gemeint – lächerlich!
Sicher sind Kriegstreiber für Handelswege als Bundespräsidenten denkbar ungeeignet. Köhler musste aber wohl nicht zurücktreten, weil er inhaltlich für Handelskriege ist, sondern weil er eine Motivation offen ausgesprochen hat, die von den Kriegsführenden geteilt, aber vor der Bevölkerung verborgen wird.
Allerdings scheint es in Afghanistan nicht nur um Handelswege zu gehen, sondern auch um die direkte Rohstoffausbeutung:
So berichtet soeben die NY Times, dass das Pentagon – also das Verteidigungsministerium der USA – zusammen mit Geologen so reiche Mineralstoffvorkommen in Afghanistan entdeckt habe, dass dieses zum weltweiten führenden Markt werden könnte. Der Wert der Mineralstoffvorkommen wird auf eine Trillionen Dollar geschätzt.
Die Worte des ehemaligen Bundespräsidenten in Erinnerung, braucht es nicht zu wundern, dass das US-Verteidigungsministerium sich in Afghanistan auch die Aufgabe gesetzt hat, nach Mineralstoffvorkommen zu suchen. Bei einem Betrag von einer Trillionen Dollar erscheint nunmehr auch begreiflich, warum ein Krieg geführt wird, von dem mittlerweile jeder weiß, dass er nicht gewonnen werden kann:
Mit der Aussicht auf eine Billionen Dollar, von der auch nach Abzug von ein paar Kröten für die Bergarbeiter und Bestechungsgelder für die Karsai-Regierung und andere Warlords das meiste übrig bleiben dürfte, braucht man den Krieg nicht zu gewinnen, sondern nur die Minen zu sichern. Das aber sollte gelingen, zumal wenn man auf Menschenleben nicht zu achten braucht. Dafür drückt die US-Regierung, die sonst andere schnell als Drogen-Terroristen bezeichnet, selbst beim afghanischen Heroin-Geschäft, welches mittlerweile einen Wert von 65 Milliarden Dollar im Jahr hat, beide Augen zu.
Es fragt sich nun, wo es auch in Deutschland wieder normal ist, dass Menschen “fallen” und ihre in die Heimat gebrachten Särge dann Anlass zu PR-Auftritten von Politiker, wie Frau Merkel oder des Herrn Karl-Theodor zu Guttenberg geben:
Wie viel von der Billionen wird Deutschland als Belohnung für die erbrachten Menschenopfer ausgezahlt bekommen?

[...] Dass Gleichklang die Initiative Freiburg ohne Papst unterstützte (siehe hier) bleibt ebensowenig verborgen wie Artikel zu politischer Repression und Verfolgung in Thailand (siehe hier, hier, hier, hier und hier) oder zum irrsinnigen Krieg in Afghanistan (siehe hier). [...]
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