Der Gleichklang-Blog

Februar 21, 2012

Partnerbörse Gleichklang.de führt bundesweit erste Partnervermittlung für Menschen mit sexuellen Funktionsstörungen ein

Erektionsstörungen, Orgasmusprobleme, Schmerzen bei der Sexualität – Durch eine Erweiterung des Matching-Algorithmus der Gleichklang Partnervermittlung wird hierdurch die Partnersuche nicht mehr erschwert.

Sexuelle Funktionsstörungen, wie Impotenz oder leichtere Formen der Erektionsschwäche, zu schneller, zu langsamer oder gar kein Orgasmus, Verkrampfungen und Schmerzen bei der Sexualität treten bei jedem fünften Erwachsenen auf. Oftmals werden sie hochgradig schamhaft verarbeitet und können die Entstehung und Aufrechterhaltung partnerschaftlicher Beziehungen ernsthaft gefährden. Umso mehr ist die Partnersuche für Menschen mit sexuellen Funktionsstörungen erschwert. Aus Scham und Angst vor Zurückweisungen trauen sich viele Betroffene eine Partnersuche gar nicht mehr zu.

Nach Meinung der Partnerbörse www.Gleichklang.de sind diese Einschränkungen völlig unnötig. Denn mit Akzeptanz und ein bisschen Fantasie können Sexualität und Liebe auch bei bestehenden sexuellen Funktionsstörungen wechselseitig befriedigend entwickelt und genossen werden.

Um den 20% der Menschen mit sexuellen Funktionsstörungen die Partnersuche zu erleichtern, hat Gleichklang.de soeben seinen Vermittlungs-Algorithmus modifiziert. Ab jetzt wird von allen Mitgliedern erhoben, ob sie Wert darauf legen, dass ein vorgeschlagener Partner eine möglicherweise bestehende sexuelle Funktionsstörung akzeptieren würde. Ebenfalls wird jedes Mitglied gebeten, anzugeben, ob eine solche Akzeptanz für die eigene Partnersuche gegeben ist oder nicht.

Durch diese beiden Fragen kann Gleichklang.de ab sofort sicher stellen, dass kein Mann wegen einer zu schwachen Erektion und keine Frau wegen Verkrampfungen beim Geschlechtsverkehr vor einer Partnersuche Angst zu haben braucht. Denn bei allen Vorschlägen wird von vornherein gewährleistet, dass eine wechselseitige Akzeptanz und Offenheit für eine Beziehungsentwicklung mit diesen kleinen Hindernissen gegeben ist.

Prof. Dr. Bernhard H. F. Taureck, Pressesprecher von Gleichklang, freut sich, dass Gleichklang mit dieser neuen Vermittlungsfunktion bundesweiter Vorreiter ist. Vor allem freut er sich aber, dass mithilfe dieses speziellen Online-Dating Angebotes künftig die Partnersuche für Männer und Frauen mit sexuellen Funktionsstörungen sehr viel leichter sein wird. Schon jetzt stellt das Dating-Portal dabei nach eigenen Angaben ein reges Interesse für die neu eingeführte Funktion bei seinen Mitgliedern fest.

Februar 17, 2012

Aktuelle Kritik (Finkel et. al.) an Partnerbörsen für Gleichklang unzutreffend

Soeben berichtet Spiegel Online (siehe hier) über eine  kritische Analyse eines Psychologen Team  zum Anspruch von Online Partnerbörsen (Finkel et. al., siehe hier) . Während der Spiegel dies als eine vernichtende Kritik beschreibt, vermittelt die Durchsicht des umfassenden Artikels eine  differenziertere Bewertung des Service von Online Partnerbörsen. Tatsächlich wird Online Dating und das damit verbundenen Service-Angebot grundsätzlich durch die Autoren  vorwiegend positiv bewertet, was in dem Spiegel-Artikel nahezu gänzlich untergeht. Erneut zeigt sich insofern, dass in der Presse komplexe Sachverhalte nicht immer ganz korrekt dargestellt werden…

Nun wollen wir hier den eine Vielzahl von Aspekten benennenden Artikel ebenfalls nicht vollständig wiedergeben, sondern nur auf einige Sachverhalte verweisen, durch die wir uns bei Gleichklang bestätigt sehen, aber ebenfalls einige Punkte benennen, wo wir nicht zustimmen, sowie auch Punkte, die in der Tat kritisch sind:

Die Autoren des Artikel stimmen ohne Einschränkung zu, dass Online Partnerbörsen grundsätzlich ihren Nutzern die Möglichkeit vermitteln, erleichterten Zugang zu Personen zu gewinnen, die offen für eine Beziehung sind. Sie stellen aber in Frage, ob der Vorgang der Suche in Profilen es den Nutzern und Nutzerinnen wirklich ermöglicht, für eine Partnerschaft relevante Merkmale zu erkennen und auf dieser Basis diejenigen Personen zu finden, mit denen sie eine Beziehung aufbauen können. Dabei kritisieren die Autoren auch spezifisch den Ansatz einer Auswahl aus möglichst vielen Profilen, da dies einen Auswahlprozess fördern mag, der auf eher oberflächlichen Merkmalen beruht und die eigentlich entscheidenden Aspekte einer gemeinsamen Beziehungsmöglichkeit ausblendet. Ebenfalls werden die Matching-Algorithmen einer Kritik unterzogen, wobei neben dem Hinweis darauf, dass dazu keine Untersuchungen durch die Anbieter vorgelegt werden, auch postuliert wird, dass die relevanten Prädiktoren in der Interaktion zwischen den Personen liegen und sich von daher nicht auf der Basis über Fragebogen erhobener Persönlichkeits-Merkmale erfassen ließen.

Wir teilen die Kritik an der durch die nahezu gesamte Konkurrenz verbreiteten Annahme, dass der Erfolg des Online-Dating vorwiegend dadurch zustande kommt, dass möglichst viele Vorschläge unterbreitet werden. Wir halten dies seit jeher für eine Fehlannahme, weil – wie auch überzeugend durch die Autoren des Review Artikels dargelegt – dadurch in der Tat ein oberflächlicher Scroll- und Verarbeitungsmodus indiziert werden, der dazu führt, dass auf der Basis letztlich irrelevanter Informationen  Personen ausgeschlossen werden oder als attraktiv erachtet werden. Hinzu kommt, dass die ständige Ablenkung durch neue Vorschläge den Prozess des sich aufeinander Einlassens beeinträchtigen kann. Wir halten daher ebenfalls die Bereitstellung allgemeiner Suchmöglichkeiten, mit deren Hilfe nach quasi jedem Profil gesucht werden kann, für kontraproduktiv bezüglich des  eigentlich angestrebten Prozess der Partnerfindung. Deshalb verfolgen wir bei Gleichklang konsequent den Ansatz der Offerierung selektiv passender Vermittlungsvorschläge, um eine Informationsüberlastung mit resultierender oberflächlicher Auswahl zu vermeiden.

Die durch die Bereitstellung enormer Profilanzahlen suggerierte verbesserte Auswahl halten wir für eine Scheinwahl, die wir bei Gleichklang vermeiden möchten. Vor diesem Hintergrund sehen wir uns von der Kritik in dem Review Artikel weniger betroffen als es für die Mainstresm Anbieter gilt, die sich eher durch den Ansatz “Je mehr Profile, desto besser” kennzeichnen.

Auch bei Gleichklang kann trotzdem das Problem entstehen, dass bei sehr großzügigen Suchkriterien eine große Anzahl an Vorschlägen erfolgt, die dann ggf. nicht tiefergehend zur Kenntnis genommen wird. Niemals wird es aber vorkommen, dass Tausende an Vorschlägen offeriert werden. So etwas halten wir für völlig unsinnig und der Sache einer echten Partnersuche abträglich. Zudem werden wir künftig verstärkt Obergrenzen pro Zeiteinheit setzen, um die bei uns erheblich schwächer als bei der Konkurrenz auftretende Problematik noch besser als bisher in den Griff zu bekommen.

Die Kritik der Autoren an den Matching-Algorithmen halten wir für nur teilweise berechtigt:

Sicherlich ergibt sich die Entwicklung einer Partnerschaft vorwiegend aus der direkten Interaktion. Aber dies setzt die Tatsache nicht außer Kraft, dass zahlreiche Untersuchungen überzeugend belegt haben, dass die Ähnlichkeit in grundlegenden Persönlichkeitsmerkmalen mit einer erhöhten Dauerhaftigkeit und Zufriedenheit von Beziehungen einhergeht (siehe z.B. hier und hier). Zudem bestimmt zwar nicht nur, aber eben auch die Persönlichkeit, wie Menschen interagieren, wie sie ihre Meinungen und Positionen äußern, sebst, welche Meinungen und Positionen sie eher vertreten als andere.

Die Persönlichkeit lässt sich aber, dies ist ein etablierter Befund der Persönlichkeitspsychologie, mithilfe von Fragebögen zu einem bedeutsamen Anteil erheben. Alles, was Menschen sprachlich ausdrücken können, kann auch über Fragebögen erfasst werden. Die Untersuchungen, die belegt haben, dass Zufriedenheit und Dauer einer Beziehung auch mit der Persönlichkeitsübereinstimmung zusammenhängen, haben entsprechend ebenfals Fragebögen verwandt.

Damit ist es  gleichzeitig möglich, vorab mithilfe von Fragebogenergebnissen Passungen zu bestimmen und diese bei der Partnervermittlug zugrunde zu legen. Die Kritik der Autoren nimmt diesen Sachverhalt wie auch die Forschungsbefunde zur Rolle der Persönlichkeitsübereinstimmung nicht hinreichend zur Kenntnis und kommt daher zu einer zu kritischen Bewertung.

Allerdings ist es trotzdem richtig, dass vor dem Hintergrund der eher nur moderat hohen Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsübereinstimmung und Beziehungszufriedenheit Heilsversprechen in keiner Weise begründet sind. Bei Gleichklang gehen wir hier aber sowieso einen anderen Weg, weil wir die Persönlichkeits-Übereinstimmung nur sekundär zugrundelegen und stattdessen die Passung angegebener Präferenzen und zentraler Lebensstilmerkmale in den Vordergrund stellen. Es gibt keine Untersuchung – so könnten die Autoren argumentieren – die zeigt, dass z.B. die übereinstimmung bezüglich eines vegetarischen Lebensstiles zu einer besseren Partnerschaftsqualität führt. Dies mag sein, aber es gibt nicht allem Wichtigem Untersuchungenund manche Dinge lassen sich auch theoretisch mit hoher Wahrscheinlichkeit ableiten. Vorallem aber  gibt es zahlreiche Untersuchungen, die aufzeigen, dass wir Menschen, die mit unseren zentralen Werten übereinstimmen, positiver beurteilen und als sympathischer erleben. Ebenfalls gibt es unzählige herausarbeitbare Komplikationen, die dann entstehen können, wenn Menschen in für sie zentralen Lebensfragen dezidiert inkompatible Vorstellungen vertreten oder praktizieren. Von daher halten wir unseren Ansatz, von den Mitgliedern selbst zu erheben, was ihnen wichtig ist, und dann das Matching vorwiegend an die Bedeutsamkeit dieser zentralen Lebensbereiche zu binden, für gegenüber dem rein anhand allgemeiner Persönlichkeits-Merkmale orientierten Ansatz der Konkurrenz überlegen.

Die Kritik der Autoren, dass relativ allgemeine Persönlichkeits-Merkmale überbewertet werden, trifft insofern für Gleichklang bei weitem weniger zu als für die anderen Anbieter. Denn indem wir die individuell wirklich zentralen Lebensprinzipien dem Matching zugrunde legen, können wir deutlich besser als über einen reinen Persönlicheits-Ansatz die Menschen finden, die  mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auch in ihrer realen Interaktion ein befriedigendes Beziehungsmuster entwickeln und aufrechterhalten können.

Das Matching ist bei Gleichklang komplexer und individueller als üblich. Wir sind überzeugt, dass wir dadurch unsere Vermitlungseffektivität erheblich steigern können und zu nur einem kleineren Teil durch die ohnehin nur partiell berechtigte Kritik der Autoren tangiert werden.

Der Vorwurf, dass die Matching-Algorithmen nicht publiziert werden, ist nicht ganz falsch. Denn in der Tat stellt der Matching-Algorithmus den Kern unseres ganzen Systems dar, welches uns von der Konkurrenz unterscheidet. Eine 1:1 Veröffentlichug können wir uns  leider nicht leisten und wir können nachvollziehen, dass es die Konkurrenz auch nicht tut. Allerdings stellen wir auf einer allgemeineren Ebene sehr wohl das Vermittlungs-System transparent dar, auch wenn wir die genauen mathematischen Spezifikationen nicht veröffentlichen, um auf dem Markt des Online-Dating weiter bestehen zu können.

Der Matching-Algorithmus beruht auf einer gründlichen und immer wieder aktualisierten Durchsicht der wissenschaftlichen Forschungsliteratur sowie auf der aus theoretisch angeleiteten Herausarbeitung wichtiger abzufragender Lebensbereiche (z.B. Ernährung, Gesundheit, Spiritualität, politische Grundhaltungen, Sexualität etc.)  Dabei ist unser Matching-Algorithmus nicht seit Jahren unverändert, sondern wird kontinuierlich angepasst. Dieser Anpassungsprozess hängt auch maßgeblich mit Wünschen der Mitglieder zusammen. Soeben hat uns z.B. ein Mitglied sehr eindringlich dargelegt, dass es zentral für sie ist, dass eine bestehende sexuelle Funktionsstörung im Rahmen des Akzeptanz-Ansatzes mit berücksichtigt wird. Da sexuelle Funktionsstörungen oder Besonderheiten, wie Verkrampfungen, Schmerzen, Errektions- oder Orgasmusprobleme, oft auftreten und die Anbahnung einer Partnerschaft beeinträchtigen können, haben wir dieses weitere Kriteirum soeben eingeführt. Wem dies wichtig ist, der erhält nur noch Vorschläge, wo die vorgeschlagenen Personen bereit sind, mit einer bestehenden sexuellen Funktionsstörung gemeinsam konstruktiv umzugehen. Wir haben allerdings den Eindruck, dass diese hohe Adaptivität und Flexibilität unseres Vermitlungsalgorithmus durch die Konkurrenz nicht praktiziert wird, wo eher seit Jahren im wesentlichen unveränderte statische Konzepte implementiert zu sein scheinen. Auch dies sehen wir als einen Aspekt an, mit dem wir uns von den großen Dating-Anbietern abheben.

Keineswegs entziehen wir uns einer genaueren prospektiven Evaluation im Längsschnitt. Im Gegenteil haben wir eine solche Evaluation in die Wege geleitet und die Ergebnisse werden ebenfalls in die Verbessertung unseres Matching-Algorithmus einfließen (siehe hier). Richtig ist aber, dass Ergebnisse einer solchen aufwändigen Evaluation derzeit noch nicht vorliegen.

Bei Gleichklang versuchen wir durch das dargestellte Prinzip des Passungs-Matching nach weitaus mehr als nur allgemeinen Perwsönlichkeitsmerkmalen eine wirklich selektive Anzahl an Vorschlägen zu unterbreiten, bei denen grundsätzlich von einer hinreichenden Grundübereinstimmung ausgegangen werden kann. Anders als die Konkurrenz, schlagen wir nicht einfach zusätzlich auch alle anderen vor und bringen die Vorschläge daher auch nicht in eine Passungs-Reihenfolge, was sich nach unserer Einschätzung ungünstig auf den Kennenlernprozess auswirken würde.

Trotzdem ist es  so, dass Partnerpräferenzen auf einer Vielzahl von Prozessen beruhen, die wir in der Tat nicht sämtliche vorab erheben und kontrollieren können. Dies betrifft, um ein durchaus zentrales Merkmal zu nennen, auch das Äußere. Wir liefern insofern noch nicht das in Gänze passende Profil, sondern können nur eine issenschaftlich begründete und die angegebenen individuellen Präferenzen und Besonderheiten berücksichtigende Vorauswahl eröffnen.

Innerhalb dieser Vorauswahl liegt es nun an den Mitgliedern selbst, weitere Auswahlentscheidungen zu treffen, wobei es sich nicht um einseitige Entscheidungen, sondern notwendigerweise um wechselseitige Abstimmungsprozesse handelt.

Wenn wir zunächst einmal beim Äußeren bleiben, so ist es durchaus möglich, diese weiteren Auswahlprozesse durch das dargestellte Profil zu unterstützen, was von den Autoren in Zweifel gezogen wird. So unterschiedlich Fotos und die Realität auch sein mögen, im Durchschnitt sind sie doch korreliert und ermöglichen damit einen Eindruck. Ob und wann Mitglieder ihre Fotos austauschen oder anzeigen lassen, ist dann wiederum allein Entscheidung der Mitglieder und entzieht sich somit gänzlich unserer Kontrolle und damit auch unserem Aufgabenbereich.

Die dargestellten Profile ermöglichen aber nicht nur eine weitere Auswahl nur nach dem Äußeren, sondern es sind ebenfalls vielfältige zusätzliche Informationen zum konkreten Lebensstil, den Meinungen und Partnervorstellungen eines Mitgliedes erkennbar, wobei jeder Einzelne nun selbst entscheiden muss, wie wichtig ihm diese Merkmale sind, ob sie als eine Verstärkung oder eine Hemmung gegenüber einem sich ggf. aufbauenden Wunsch nach einem Kennenlernen zu bewerten sind.

Dennoch haben die Autoren recht, dass solche Profile nur einen sehr begrenzten Informationsausschnitt ermöglichen und damit Fehlentscheidungen bahnen mögen. Deshalb empfehlen wir unseren Mitgliedern nachdrücklich, möglichst mit allen vorgeschlagenen Personen ergebnisoffen zu kommunizieren, um so herauszufinden, ob die grundsätzlich nach unseren Kriterien gegebene Passung auch wechselseitig empfunden und gelebt werden kann. Nur ein solcher direkter Kommunikationsprozess macht es möglich, eine fundierte Entscheidung zu treffen, wobei im Vorfeld allerdings schon einige für das Individuum zentrale Aspekte eine ebenfalls begründete wachsende Zustimmung oder umgekehrt eine begründete Ablehnung eines Vorschlages bedingen können.

Um durch die notwendigen Kommunikationsprozesse nicht in einen Prozess des “Abdriften” zu geraten, bei dem durch ständige Ablenkung aufgrund Kommunikation mit vielen Menschen das Ziel der Bindungsentscheidung aus den Augen verloren wird, raten wir unseren Mitgliedern, bei einer sich positiv entwickelnden Kommunikation sich zunächst auf diese zu fokussieren und die Ableitung weiterer Vorschläge mindestens erst einmal (und im besten Falle dauerhaft) auszusetzen.

Kritisch setzen sich die Autoren ebenfalls mit der Frage auseinander, ob eine über Partnerbörsen angebotene Komunikationsmöglichkeit zwischen Mitgliedern das Kennenlernen im Leben fördert oder hemmt. Argumentiert wird, dass im Rahmen einer internetbasierten Kommunikation gänzlich andere Erwartungen und Wahrnehmungen entstehen können als sie sich bei einer nicht virtuellen Begegnung oder auch z.B. im Rahmen eines Telefonates ergeben würden. Hier haben die Autoren zweifelsohne recht, nur ist dies keine echte Schwäche der Online-Partnerbörsen. Denn der Sinn der vorgeschlagenen Profile ebenso wie der angebotenen Kommunikationsmöglichkeit ist es nicht, eine rein virtuelle Welt aufzubauen, sondern den Schritt zu einem realen Kennenlernen anzuregen. Auch wenn es natürlich  hier ebenfalls individuelle Unterschiede zwischen den Bedürfnissen und Verarbeitungsweisen gibt, empfehlen wir daher unseren Mitgliedern, möglichst bald auch zu einem telefonischen Kennenlernen und einer Begegnung in der wirklichen Welt überzugehen.

Wir teilen die Bedenken des Artikels, dass eine Fokussierung auf einen virtuellen Kontakt die tatsächliche Kontaktentstehung und -vertiefung hemmen kann und reagieren daher mit der dargestellten Empfehlung an unsere Mitglieder.

Die durch den Spiegel herausgehobene angeblich vernichtende Kritik an Online-Partnerbörsen ist aus dem diskutierten Review Artikel nur dann zu entnehmen, wenn die Werbeslogans einer präzisen Traumpartnervermittlung zugrunde gelegt werden. Wer vorher glaubte, eine Partnervermittlung könne so funktionieren wie ein Produktkauf mit Erfolgs- und Beständigkeitsgarantie, der wird nun in der Tat eines besseren belehrt. Partnersuche bleibt auch bei Nutzung von Partnerbörsen ein komplexer Suchprozess mit ungewisser Erfolgsaussicht. Die Verantwortung für die Gestaltung der Partnersuche liegt am Ende nicht bei den Anbietern, sondern bei den Partnersuchenden selbst. Die Effektivität der angebotenen Vermittlungssysteme liegt nur zum einen an der Präzision der Vermittlungsalgorithmen, der angebotenen Kommunikationsmöglichkeit sowie der Quantität und Qualität der Mitgliederdateien, vor allem aber hängt die Effektivität von der Eigeninitiative und der Aktivität der Mitglieder selbst ab.

Voraussetzung einer erfolgreichen Partnersuche ist die Bereitschaft, sich aufeinander einzulassen, sich in der realen Welt zu begegnen und ab einem Punkt eine Bindungsentscheidung mit Abmeldung weiterer Vorschläge zu treffen. Letztlich sind Online-Partnerbörsen tatsächlich vorwiegend Medien, die einen Zugang zu partnersuchenden Personen ermöglichen. Ohne jedoch die angewandten Vermittlungs-Algorithmen zu gering zu schätzen, wie es die Autoren des Review Artikels tendenziell zu tun scheinen, ist gerade dieser gewährleistete Zugang ein Kernbestandteil des von den Online Partnerbörsen unterbreiteten Angebotes.

Partnerbörsen sind nicht der Stein der Weisen der Partnersuche, aber auch nicht die Buhmänner oder reine Abzocke, sondern sie sind eine Möglichkeit unter mehreren, den passenden Menschen für ein gemeinsames Leben kennen zu lernen. Hierfür sind wir da und dafür werdne wir weiter da sein. Versprochen!

Februar 11, 2012

Mitgliedschaft kündigen bei Gleichklang

Einsortiert unter: Allgemein — Gleichklang.de @ 6:19 nachmittags

Neulich haben wir einen Eintrag in einem Forum gefunden, der uns doch ärgert. Es wird geschrieben, wir würden auf Kündigungen nicht reagieren. Dabei ist eine Kündigung bei Gleichklang ganz einfach. Es gibt dafür im Teilnahmebereich einen Button, den man drücken kann. Die Mitgliedschaft wird dann sofort beendet. Ebenso kann man uns schreiben, dass die automatische Verlängerung ausgestellt werden soll, was wir dann tun. Wenn jemand nicht den Kündigungsbutton drückt, uns aber schreibt, er oder sie wolle kündigen, dann stellen wir übrigens zunächst die automatische Verlängerung aus. Denn in diesem Fall nehmen wir an, dass mit Kündigung eine Kündigung zum Ende der Teilnahmezeit gemeint ist. Darüber informieren wir den oder die Betreffende auch in einer Email oder fragen nach, was er oder sie ganz genau mit Kündigung meint, falls bei uns Zweifel entstehen. Kündigungen sind jedenfalls bei uns völlig problemlos möglich, es gibt auch keine Fristen oder Formen, die man einhalten müsste, damit die Teilnahmeverlängerung nicht eintritt. Bis zum letzten Tag genügt eine formlose Email.  Wir wollen gar keine Mitglieder, die eigentlich lieber gar nicht Mitglied sein möchten. Genau aus diesem Grund machen wir die Kündigung so einfach. Dass uns dann dennoch in einem Forum eine solche Kritik begegnet, ist schade. Wir denken aber, die meisten wissen, dass auch Kritik nicht wahr sein muss…

Februar 10, 2012

Aktualisierung des Artikels Amnesty International & Thailand im Gleichklang Politik-Blog

Einsortiert unter: Allgemein — Gleichklang.de @ 6:26 nachmittags

Aufgrund einer neuen Erklärung von Amnesty International zu den Lese Majeste (Majestätsbeleidungs-Gesetze) bzw. zur Diskussion über diese,sowie aufgrund einer durch eine Blog Leserin uns zugesandten Antwort von AI auf die Kritik haben wir unseren Artikel im Gleichklang-Politik-Blog zur untypischen Rolle von AI in Thailand noch einmal am Anfang und am Ende ergänzt.

HIER ZUM ARTIKEL

Februar 9, 2012

Von Testsiegern und Testkriterien: Beim Online-Dating sind die Befunde der Verbrauchertests zweifelhaft

Mit Sicherheit nicht ohne Grund werden die Prüf- und Testberichte von Stiftung Warentest und Ökotest von Millionen von Verbrauchern und Verbraucherinnen gelesen und befolgt. Nicht erstaunlich, dass den Testern auch die verschiedenen Angebote des Partnersuche im Internet nicht entgangen sind. Schon einmal haben wir uns in diesem Blog mit einem Testbericht der Stiftung Warentest zur Partnersuche im Internet auseinandergesetzt (siehe hier). Wo uns nun aber wieder vermehrt Werbebotschaften erreichen, wie “Mit dem Testsieger ins Glück”  ins Haus oder in unsere Email-Postfächer flattern,  möchten wir unsere damalige Bewertung noch einmal mit einem weiteren Blog-Artikel unterstreichen.

Testberichte der Stiftung Warentest sind hier und von Ökotest sind hier zu finden. Unsere Kritik an beiden Testberichten lautet zusammengefasst:

Hereingefallen auf die Werbelyrik der Mainstream-Portale!

Möglichst viele Mitglieder, viele Vorschläge, kostenlose Mitmachoptionen  und möglichst viele Spaß-Features sind Kriterien, die die Tester zu überzeugen schienen.  Keinerlei Auskunft geben die Testberichte demgegenüber darüber, was eigentlich interessiert: Die Erfolgsaussichten der Partnersuche!

Sicherlich werden auch sinnvolle Kriterien überprüft, wie die Fairness und Transparenz der Vertragsbedingungen. Aber kann dies dafür kompensieren, dass die Tester – übrigens im Gegensatz zu ihren sonstigen Testberichten – ausgerechnet bei der Partnersuche die Fragestellung der Effektivität gänzlich ausblenden? Wohl kaum.

Darüber hinaus, was ist davon zu halten, wenn selbst ein Tester, wie Öko-Test, der eigentlich nicht nach dem Slogan  „Quantität vor Qualität“ handelt, bei der Thematik der Partnersuche im Internet ausschließlich und nur Anbieter auswählt, die uns allen von der Fernsehwerbung bekannt sind und nach Eigenangaben über Millionen von Mitgliedern verfügen?

Aber auch ein wenig päpstlicher als der Papst ist es, wenn eine automatische Verlängerung der Mitgliedschaft nach Ablauf der gebuchten Teilnahme negativ bewertet wird, bei denen eigenen Magazinen genau eine solche Verlängerung aber Jahr für Jahr erfolgt.  Die Verlängerung der Abos  ist nicht kritikwürdig, denn eine solche Verlängerung ist bei nahezu allen Mitgliedschaften, ob in Vereinen oder bei Dating-Portalen, ebenso üblich wie bei Zeitschriften und Magazinen. Aber bitte dann nicht bei anderen kritisieren, was man selber tut!  (Wir handhaben dies z.B. so, dass wir auf die Verlängerung bereits vorab sehr deutlich hinweisen, auch noch einmal nach Abschluss der Mitgliedschaft in einer Email darüber informieren, die Verlängerung die gesamte Zeit über im Teilnahmebereich anzeigen lassen und sie natürlich jederzeit auf Wunsch abstellen. Außerdem ist bei uns eine Kündigung bis zum letzten Tag per Email möglich und wenn sich jemand wirklich irrt und nicht mehr bei uns bleiben möchte, sind wir auch danach noch immer kulant.)

Nun aber zur Begründung unserer Kritik, die für die Testberichte von Stiftung Warentest genau so gilt wie für die Testberichte von Öko-Test:

Groß ist nicht unbedingt gut

Große Anbieter haben viele Mitglieder. So groß die Zahl, so groß aber auch die Heterogenität: Vom Jäger bis zur veganen Tierschützerin, vom extrem Konservativen bis hin zum Linkssozialisten. Viele Mitglieder passen von vornherein nicht zueinander, die große Zahl hilft da nur begrenzt. Karteileichen, Mehrfach-Mitgliedschaften und Ausprobierer tragen ebenfalls zur Größe der Datei bei, der Qualität sind sie abträglich.  Groß mag gut sein, mag aber auch schlecht sein. Das Gleiche gilt für klein. Wichtiger als die Quantität ist die Qualität, diesen Maßstab haben die Tester leider vergessen.

Kostenlos schadet der Qualität

Eigentlich weiß es jeder:  Ein kostenloses Angebot lockt zum Ausprobieren. Genau hierauf laufen auch die groß umworbenen kostenlosen Mitgliedschaften bei allen Mainstream Dating-Anbietern hinaus. Ein kostenloses Angebot lockt nicht nur zielgenau den, der es auch wirklich nutzen möchte. Gerade im Bereich der Partnersuche werden zusätzlich Bildersammler, Spaßvögel und Stalker so in die Dateiein hineingezogen. Nicht wenige erliegen auch der Versuchung, sich gleich mehrere Profile zuzulegen, um mit verschiedenen Angaben (mal alt, mal jung, mal dick, mal dünn) leichter virtuelle Kontakte schließen zu können. Wen wundert es, wenn es gänzlich kostenlos ist und nur ein paar Minuten dauert?

Gleichklang geht hier ganz bewusst einen anderen Weg:

 Wir erheben von jedem Mitglied ausnahmslos eine Gebühr. Wir möchten, dass nur dann jemand bei uns Mitglied wird, wenn er oder sie wirklich ernsthaft sucht und bereit ist, hierfür einen Beitrag zu leisten. Dadurch maximieren wir die Ernsthaftigkeit unserer Mitglieder, was wiederum die Qualität unserer Vermittlung verbessert. Andererseits möchten wir keine finanziellen Hürden aufbauen, an denen eine Gleichklang-Mitgliedschaft scheitern könnte. Deshalb haben wir einen sehr moderaten Jahresmitgliedschafts-Beitrag von 40 EUR gewählt, wobei wir uns über die freiwillige Wahl des Solidaritätstarifs von 70 EUR natürlich immer sehr freuen. Wer sich die 40 EUR nicht leisten kann, ist trotzdem herzlich willkommen. Denn auf formlosen Antrag per Email stellen wir einen Sozialtarif von 6 EUR pro Jahr ein, den wir in besonderen Notlagen auf einen symbolischen EUR ermäßigen. Derzeit wählen 80% der Mitglieder den Normaltarif, 10% den Sozialtarif und 10% den Solidaritätstarif. Weil wir damit noch nicht ganz kostendeckend sind, hoffen wir, dass wir die Häufigkeit der Auswahl des Solidaritätstarif noch steigern können.  Wir denken, dass unser Vorgehen effektiver, aber auch fairer und sozialer ist als das Standardvorgehen, eine kostenlose Mitgliedschaft mit eingeschränkter Funktionalität und zusätzlich eine teure Premium-Mitgliedschaft anzubieten. 

 Was uns übrigens noch auffällt:

In den Testberichten wird  nur auf Mitgliederzahlen, nicht aber auf die Anzahl der Premium-Mitglieder, die einen Beitrag geleistet haben und wohl wirklich existieren,  eingegangen. Dies ist sicher ein Manko, denn anders als bei uns ist bei der Konkurrenz nicht jeder Premium, sondern nur eine von der Prozentzahl unbekannte Minderheit.

Schnell viele Vorschläge erhalten ist nicht wünschenswert

Ein Konkurrenzanbieter warb einmal mit 500 Vorschlägen sofort.  Auch die anderen Anbieter betonen jeweils hohe Vorschlagsanzahlen. 

Ein einfaches Gedankenexperiment zeigt, dass dies wenig sinnvoll ist:

Wenn ich 500 Vorschläge bekommen, dann erhält ja auch jeder der 500 vorgeschlagenen Personen weitere 499 Vorschläge. Welche Chancen habe ich dann aber, von der betreffenden Person überhaupt zur Kenntnis genommen zu werden? Und wie soll ein aufeinander Einlassen gefördert werden, wenn es die ganze zeit in ähnlichem Tempo mit ständigen Ablenkungen durch weitere Vorschläge weitergeht?

Manchmal ist weniger mehr:

Bei Gleichklang erfolgen  nur Vorschläge, die sämtliche Einschluss- und Ausschlusskriterien erfüllen. Niemand sonst wird vorgeschlagen. Wenn nur ein Ausschlusskriterium vorliegt (z.B. gesucht wird Vegetarier, aber Person ist nicht Vegetarier), dann erfolgt auch der Vorschlag nicht. Dies reduziert die Vorschlagsanzahl stark, aber verbessert ebenso stark die Passung. Zudem ist die Situation bei Gleichklang eben nicht so, dass man gegen Hunderte oder Tausende anderer Personen anschreibt.  Zwar unterscheidet sich die Vorschlagsanzahl in Abhängigkeit von den Suchkriterien bei unseren Mitgliedern stark, aber selbst diejenigen Mitglieder, die  mit wenigen Einschränkungen suchen, werden nicht sofort 500 Vorschläge erhalten, sondern bei weitem weniger. Viele Mitglieder erhalten 1-2 Vorschläge in der Woche, manche mehr und andere weniger. Dies ist völlig hinreichend. Denn die Logik bei Gleichklang  ist, dass solange passende Vorschläge offeriert werden bis es Klick gemacht hat und eine neue Partnerschaft entstanden ist. Wegen unserer geringen Gebühren kann es sich jeder leisten bei uns zu bleiben, bis der Eroflg eingetreten ist, egal ob dies nach 2 Wochen, 2 Monaten oder 2 Jahren der Fall ist.

Noch etwas vermissen wir bei den Testberichten:

Eine Analyse des Presi-Leistungs-Verhältnisses, bei dem systematisch die Höhe der erhobenen Gebühren mit den erhaltenen Leistungen in Verbindung gesetzt wird.

Kurze Teilnahmezeiten zu weniger Personen nicht  aussagekräftig

Bei den Testberichten nahm eine extrem geringe Anzahl an Testpersonen für kurze Zeit an  Vermittlungen teil.  Dies sagt wenig aus. Auch wenn es möglich ist und es uns auch immer wieder berichtet wird,  dass eine Partnerschaft quasi sofort gefunden wird, ist doch bei der Mehrheit der Mitglieder die Partnersuche ein langfristiger Prozess, der sich durchaus 1-3 Jahre hinziehen kann. Wenn man bedenkt wie zentral eine glückliche Partnerschaft für das ganze nachfolgende Leben ist, ist dies keine zu lange Zeit.  Die kurzen Teilnahmezeiten weniger Personen, die durch Stiftung Warentest und Öko-Test umgesetzt wurden,  erlauben damit keinerlei Aussage zum tatsächlichen Verlauf der Partnersuche über die jeweiligen Plattformen. Korrekterweise muss gesagt werden, dass die Ermittlung der tatsächlichen Effektivität der Partnersuche auch nicht das Ziel der testberichte war. Aber was haben die Berichte denn dann für eine Bedeutung? Wie sollen sie zu einer informierten Entscheidung verhelfen, welcher Anbieter besonders geeignet oder ungeeignet ist, wenn die hierfür eigentlich allein entscheidende Information gänzlich ausgeblendet wird?

Kritisieren ist leicht – wie könnte ein aussagekräftiger Test aussehen?

Wünschenswert wäre es, wenn  zusätzlich zu den Mainstream-Anbietern mit ihren Riesendateien aus kostenlosen mehr oder weniger existierenden Mitgliedern auch kleinere alternative Anbieter einbezogen werden, wie z.B. wir! Gerade einem Test-Anbieter, wie Öko-Test, würde dies gut anstehen. Nur weil die Konkurrenz über millionenschwere Budgets verfügt oder von großen Verlagshäusern gesponsert wird, muss sie nämlich noch keineswegs besser sein.  Das Hauptaugenmerk sollte auf dem zentralen Aspekt der langfristigen Vermittlungsaussichten bei echter Motivation der Testpersonen und Berücksichtigung des Preis-Leistungs-Verhältnisses liegen. Die Testpersonen sollten keine Fakes sein – was ja auch den Mitgliedern der Plattformen nicht zumutbar wäre – sondern real und ernsthaft nach Partnerschaft suchende Singles. Es sollte eine Teilnahmedauer von mindestens einem Jahr umgesetzt werden, denn sonst kann der Erfolg nicht beurteilt werden. Pro Partnervermittlung oder Singlebörse sollten  20 oder mehr Tester teilnehmen. Das ist zwar dann nicht ganz billig, sollte aber in den Budgetmöglichkeiten sowohl von Stiftung Warentest als auch von Öko-Test liegen. Würde ein solcher Test durchgeführt, wäre er nicht nur schlagzeilen- und werbewirksam, sondern auch  aussagekräftig.

Schlussfolgerung:

Die bisherigen Testungen von Singlebörsen und Partnervermittlungen im Internet durch Stiftung Warentest oder Öko-Test sind eher als Schnellschüsse zu betrachten, die dem komplexen Thema der Partnersuche nicht gerecht werden. Zur Prüfung der Effektivität von Partnervermittlungen bedarf es eines anderen Aufwandes und eines anderen Vorgehens als es für die Bewertung von Klamotten, Haarfrisuren oder Kosmetika angemessen ist. Auch wenn sie sich in barer Münze für die “Testsieger” auszahlen mögen, sind die bisherigen Testberichte inhaltlich doch von zweifelhaftem Wert oder positiver formuliert: Ein allererster Versuch.

Februar 3, 2012

Kontroverse Diskussion: BDSM Anzeigen beim Kleinanzeigenportal Gleichklang

Einsortiert unter: Gleichklang-Dating — Schlagworte: , , , , , , — Gleichklang.de @ 7:00 nachmittags

Hintergrund:

In unserem Kleinanzeigenportal (www.gleichklang-anzeigen.de) werden auch Anzeigen von Personen veröffentlicht, die dominant-devote Erlebnisse suchen.  Insgesamt sind dies derzeit 4 Anzeigen, also nur eine kleine Anzahl an Anzeigen. Die Anzeigen enthalten keine pornografischen Bilder und auch keine entsprechende Sprache. Eine Nutzerin des Portals meldete diese Anzeigen und fragte, ob Gleichklang nun ein Portal für Perverse werden solle.

Hierzu schrieben wir zunächst:

wir bedanken uns sehr für Ihre Hinweise zu Anzeigen bei Gleichklang, die von Ihnen kritisch bewertet werden. Wir können Ihre kritische Reaktion auch durchaus nachvollziehen.

Allerdings möchten wir folgenden Hinweis geben:

BDSM-Neigungen – um diese geht es ja in den Anzeigen – werden von ca. 10% der Bevölkerung geteilt. Sie finden sich sowohl bei Männern wie auch bei Frauen. In der überwältigenden Mehrheit der Fälle handelt es sich um Personen, die rein spielerisch und der Basis gegenseitiger Übereinstimmung, diese Neigungen ohne reale Gewalt umsetzen möchten. Untersuchungen haben dabei keine Hinweise dafür erbrach, dass es sich hierbei um eine psychische Krankheit handeln würde, eine solche wird erst dann angenommen, wenn die Basis der Frewilligkeit & Akzeptanz verlassen wird oder aber wenn reale selbst- oder fremdschädigende Handlungen unternommen werden.

Wir haben uns die Anzeigen angeschaut und obwohl uns klar ist, dass für die 90% der Bevölkerung, die keine BDSM Neigungen haben, diese Anzeigen eher seltsam bis bizarr wirken,  die Anzeigen betonen aber doch das essentielle Element der Gegenseitigkeit.

Die Ausmaß der Anzeigen erreicht auch keinen Prozentsatz, der über die Verbreitung in der Allgemeinbevölkerung hinausgeben würde, es sind vielmehr deutlich weniger als 10% der Anzeigen betroffen.

Wir befinden uns hier also in einem gewissen Dilemma, dass wir beide Seiten grundsätzlich verstehen können. Einerseits sind die Anzeigen in der Tat für die Mehrheit bizarr, andererseits wissen wir eben auch, dass 10% der Bevölkerung solche Neigungen haben und dass sie in aller Regel eben nicht mit psychischen Beeinträchtigungen oder nicht-konsensuellem Verhalten einhergehen.

Was würden Sie uns denn unter den dargelegten Voraussetzungen empfehlen?

Ihr Gleichklang Team

Antwort der Nutzerin:

Also weil 10% der Bevölkerung psychisch krank sind, ist es “normal”? komische Denkweise.

Ich würde empfehlen solche Anzeigen sofort zu löschen,ohne wenn und aber. Wie kann man es als normal und tolerierbar empfinden, wenn jemand Lust dabei empfindet andere sadistisch zu quälen? das ist krank, auch wenn es nur gespielt ist! Im Interesse unserer Gesellschaft und unserer Nachkommen sollte man diesen Leuten nicht das Gefühl geben normaler Bestandteil der Gesellschaft zu sein, denn dann machen wir sie dazu und das darf nicht sein! Wer Lust dabei empfindet andere zu quälen, der ist KRANK und dem muss man auch vermitteln, dass das krank ist,sonst breitet sich das über die ganze Gesellschaft aus. Auch unserer Kinder müssen doch vor solchen Perversionen geschützt werden. Für mich hat das nichts mehr mit mit Toleranz zu tun solche Leute gewähren zu lassen. Durch allzu große Toleranz wurde schon viel Schaden angerichtet, denn das Dritte Reich wäre nie gekommen, wenn das Deutsche Volk diesen psychisch kranken, schwer beschädigten Mann namens Hitler nicht so lange hätte gewähren lassen. Menschen die Lust dabei empfinden andere zu quälen sollte man als das behandeln was sie sind: schwer beschädigte Menschen, die dringend eine Therapie brauchen und kein normales Mitglied dieser Gesellschaft. Denn was vermitteln wir denn mit unserer Gleichgültigkeit unserer kindern?(meine Tochter ist auch bei Gleichklang und ich finde es furchtbar , wenn sie solchen Schmutz lesen muss)

Wir vermitteln unseren Kindern, dass es eine ganz normale Spielart der Sexualität ist, den anderen zu quälen und zu demütigen und dabei Lust zu empfinden. DAS IST FALSCH,Falsch, FALSCH!. So eine Programmierung ist mitnichten eine normale Spielart der menschlichen Sexualität, sondern eine schwere Störung entstanden durch eine schlechte Kindheit, es ist eine Störung weitab jeder Normalität und die Gesellschaft sollte danach streben solch ein Verhalten zu eliminieren und diese kranken Menschen nicht noch durch das Einräumen von Foren oder durch sendungen im Fernsehen in ihrem kranken Tun bestätigen.

Und als Letztes: ich bin der festen Meinung, dass dieses Verhaltenin viel höherem Maße bei Männern vorkommt als bei Frauen.

Zitat aus einer nachricht eines solchen Perversen an mich: Bei Gleichklang wurde mir versichert, dass Menschen mit BDSM Neigungen auch willkommen sind! genau so wie schwule und Lesben.

das kommt dabei heraus, na vielen dank!

Bizarr sind exotische Fische und Unterwasserwelten, aber das hier ist extrem perversabartig und gestört,und natürlich ist es eine psychische Störung, es kann ja wohl kaum normal sein, Lust zu empfinden, wenn man quält oder gequält wird. Dies als normal und tolerierbar zu empfinden ist ein indiz dafür, wie pervertiert unsere gesellschaft inzwischen ist.

Unsere Antwort:

wir würden ihnen empfehlen, vielleicht einmal den folgenden wikipedia artikel zu lesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/BDSM

es ist richtig, dass bei gleichklang alle menschen willkommen sind, die die gebote der gegenseitigkeit, freiwilligkeit und akzeptanz einhalten. niemand braucht hetero, schwul, lesbisch, bi, asexuell, transsexuell oder bdsm interessiert zu sein, aber warum sollten wir es anderen verbieten, solange sie die rechte derjenigen achten, die dies für sich nicht wünschen?

wir denken, ganz so ist es nicht. zum einen hat dies nichts mit unserer gesellschaft im speziellen zu tun, denn solche vorlieben gab es schon immer. zum anderen sind die grenzen fließend, was menschen unter schmerz oder lust verstehen. auch findet der eine abstoßénd, was der andere wiederum normal findet. wir denken, wir sollten hier erst dann urteilen oder eingreifen, wenn die freiwilligkeit in frag egestellt wird oder wenn im detail sexuelle praktiken beschrieben werden, was man in anderen foren tun kann.

wenn sie in die Klassifikation für psychische Störungen hineinschauen (ICD-10 oder DSM-IV-TR), werden Sie feststellen, dass BDSM nur dann eine psychische Störung ist, wenn sich dadurch ein Leidensdruck gibt oder andere Menschen geschgädigt werden und BDSM die einzige/dominante Quelle für sexuelle Erlebnismöglichkeiten darstellt. natürlich ist dies eine definitionsfrage, aber die fachdiszilplinen der psaychiatrie und klinischen psychologie haben sicherlich ihre gründe, es nicht für eine krankheit zu erachten. wenn sie bedenken, dass jeder 10. mensch, dem sie begegnen, solche neigungen hat, dann sollten wir mit der verurteilung nach u.E. schon vorsichtig sein.

bei gleichklang im anzeigenportal ist auf jeden fall nur ein sehr kleiner prozensatz solcher anzeigen, so dass eine dominanz bezüglich dieser thematik sicherlich nicht feststellbar ist. zu diesem zeitpunkt scheint es uns so, dass jedes mitglied selber entscheiden soll und muss, ob es auf solche anzeigen reagieren möchte oder nicht. eine löschung durch uns schiene uns zu sehr als ein eingriff in die meinungs- und erlebnisfreiheit zu erscheinen.

bdsm ist nicht geschlechtsspezifisch. mit frauen- oder männer feindlichaft hat das also gar nichts zu tun.

es scheint am häufigsten bei lesbischen und bisexuellen frauen vorzukommen, aber eben auch bei allen anderen geschlechts- und orientierungsarten, siehe den wikipedia artikel:

“Eine 1997 veröffentlichte nicht-repräsentative Untersuchung auf Fragebogenbasis über die sexuellen Gewohnheiten US-amerikanischer Studierender kam bei einer Antwortquote von knapp 8,9 Prozent zu dem Ergebnis, dass 15 Prozent der bekennenden homosexuellen Studenten, 21 Prozent der bekennenden lesbischen und bekennenden bisexuellen Studentinnen, elf Prozent der heterosexuellen Studenten und neun Prozent der heterosexuellen Studentinnen BDSM-Phantasien angaben.”

Das dritte Reich sollte hier nicht ins Spiel gebracht werden, denn dort wurden Menschen mit solchen Neigungen verfolgt und getötet. Das dritte Reich fand derartige Varianten, ebenso wie andere sexuelle Varianten, abstoßend und intolerabel.

Wir sollten sehr vorsichtig sein, auf andere mit den fingern zu zeigen und zu sagen, sie seien abstoßend. was der eine abstoßend findet, sieht der andere eben anders. Im iran werden schwule hingerichtet, weil das angeblich abstoßend sei. Auch müssten wir ggf. einen Großteil unserer Literatur verbieten, wenn wir nach dem gehen, was der eine oder der andere abstoßend findet.

Zwei entscheidungsfähige, erwachsene und einander respektierende Menschen sollen auch sexuell miteinander erleben dürfen, was sie wünschen. Wir sehen hier keinen Grund für Zensurnotwendigkeiten.

Und wir seht ihr das?

Die ewige Frage der Werbung

Einsortiert unter: Gleichklang-Dating, Sonstiges / Anderes — Schlagworte: — Gleichklang.de @ 3:30 nachmittags

Seit 2006 treibt uns die Frage um, wie wir unsere Community am besten bekannt machen und zu ihrem Wachstum beitragen können. Nach so vielen Jahren und unzähligen Trial & Error Versuchen haben wir noch immer nicht die Art Werbeart gefunden, die uns allein zu einem durchschlagenden Erfolg führen würde.

Vermutlich gäbe es einen Weg: Das Gießkannenprinzip. Landesweite Außenwerbung, Flyerverteilung, großformatige Zeitungs- und Journalanzeigen, Radiowerbung & Fernsehwerbung zuzüglich einer starken Bannerpräsenz im Internet. Doch dieser Weg scheidet aus, denn wir haben Gleichklang nicht mit mehreren Millionen EUR Kapital begründet, sondern mit einer Gesamtsumme von “nur” 30000 EUR! Mittlerweile liegt unser Umsatz bei 30 bis 40 Tausend EUR pro Monat, nur leider geben wir noch immer etwas mehr aus als wir einnehmen.

Alle Werbearten, die wir genutzt haben oder weiterhin nutzen, sind teurer als die Einnahmen, die sie unmittelbar erbringen. Erst im Verlauf und in Kombination scheinen Hoffnungen auf  einen Mehrwert zu bestehen, nur leider fressen Werbeausgaben umgekehrt die Mittel auf, die zur Verfügung stehen, um die Community auch inhaltlich weiteer zu entwickeln.

Wir haben uns nunmehr entschieden, den Schwerpunkt allein auf die Weiterentwicklung der Community zu legen und daher unsere Werbung auf das Maß des dann noch Möglichen zu reduzieren. So stecken wir jetzt knapp 60 Tausend EUR in die Erweiterung und Modernisierung unseres Teilnahmebereiches sowie in die Verfeinerung des Matching.  Dankenswerterweise haben unsere Mitglieder uns mit bisher etwas über 10 Tausend EUR bei dieser Neuaufsetzung unterstützt und es gehen auch täglich weitere Gelder ein.  Dennoch wird ein bedeutsamer  Rest verbleiben, den wir bei der Werbung streichen werden.

Da wir seit Langem ca. 30% der Neumitglieder durch Weiterempfehlungen erhalten, sind wir optimistisch, dass wird die anstehende werbereduzierte Phase überleben werden. Da wir ständig von erfolgreichen Vermittlungen hören und außerdem eine Reihe von Mitgliedern auch bereit sind, uns und damit  ihre eigene Community durch Flyerverteilungen und andere Werbeaktionen zu unterstützen,  haben wir sogar die Hoffnung, dass wir aus der werbeärmeren Phase am Ende gestärkt und gewachsen hervorgehen. Wird am Ende auch für den Werbeaufwand gilt: Weniger ist mehr? Wir werden es bald wissen!

Februar 2, 2012

Erfolgsmeldungen

Einsortiert unter: Allgemein — Gleichklang.de @ 1:42 nachmittags

Wir stellen hier einfach einmal ein paar Erfolgsmeldungen ein, die uns diese Tage erreichten. Natürlich freut sich unser Team über solche Nachrichten besonders!

Liebes Gleichklang-Team,!
Ich wollte euch mitteilen, dass ich durch euch einen so besonderen Mensch kennengelernt habe! Wir sind jetzt schon 4 monate zusammen und es ist so wunderschoen! Das interessante fuer mich ist, dass ich diesen mann nicht bei einer Party oder sowas angesprochen haette da er nicht so mein normaller typ ist/war. Na ja – aber veraenderungsfaehig bin ich ja! (sorry about my not so good german) Eine Frage: braucht ihr die Details? Ich sage euch gerne Name usw. aber vielleicht braucht ihr diese info nicht??
Ganz herzlichen danke an euch!

Liebes team von Gleichklang,,
Ich habe jemanden seit Herbst letzten Jahres gefunden. Wir beide sind glücklich miteinander und versuchen, zumindest vorerst eine Beziehung über 600 km aufrecht zu erhalten mit gegenseitigen Besuchen und so weiter.
Beide waren wir ohne Erfolg bei parship unterwegs gewesen, umso schöner, das es hier geklappt hat. Also viel Erfolg bei der weiteren Arbeit

Liebes Gleichklang-Team,
Am 13..01. dieses Jahres meldete ich mich gleich für 3 Jahre an, weil ich dachte, bei mir dauert es immer länger.
Am 17..01. bekam ich schon eine positive Rückmeldung.
Am 20. hat’s dann schon mal gefunkt und am 28. gab es schon das erste Zusammentreffen.
Es geschieht trotzdem alles sehr langsam und behutsam.
Bisher sieht es sehr gut aus. Auf der Seelenebene glaube ich die absolut Richtige gefunden zu haben, alles Andere müssen wir noch herausfinden.
Ihr habt mit Abstand die beste Plattform!!
Über euch fand ich eine Frau aus 1500km Entfernung, die erst seit ein paar Monaten, nur eine Stunde weg von mir, lebt und noch dazu perfekt meine Sprache spricht.
Weiter so und alles Gute

Hallo, Ich Möchte Ihnen kurz mitteilen, daß ich hier bei Gleichklang eine Partnerin gefunden habe.

Liebe Gleichklang-Leute,
Ich wollte Euch mitteilen, daß Eure PartnerInnenvorschläge erfolgreich
waren: Wir haben uns verliebt uns sind seit fast einem Vierteljahr ein
Paar! :-) Und wir empfehlen Gleichklang natürlich fleißig weiter!
Seid herzlich gegrüßt,

 

Theme: Silver is the New Black. Bloggen Sie auf WordPress.com.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 431 other followers